Säkularer Dharma – Frisch gestartet auf alten Wegen

Neubeginn

Zuerst und im Original erschienen in Buddhismus Aktuell, Ausgabe 1-2026 zum Thema Neubeginn Neubeginn heißt, eine Tür zu Räumen öffnen, die bislang geschlossen waren – eine Tür von vielen möglichen. Jochen Weber, Gründer der BuddhaStiftung für säkularen Buddhismus, legt seinen Artikel auch stilistisch neu und anders an: kurz, direkt, schnell, offensiv TikTok-kompatibel. „Teilbar in dreißig Sekunden“, schreibt […]

Tanha – Anhaften und Festhalten

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Tanha beschreibt im Buddhismus das Verlangen, Festhalten oder Anhaften, das als wesentliche Ursache für Leiden (dukkha) gilt. Es zeigt sich im Alltag als innere Unruhe, wenn wir meinen, unser Glück hänge vom Erreichen bestimmter Wünsche oder vom Vermeiden unangenehmer Erfahrungen ab. Der Buddha unterscheidet drei Formen: das Verlangen nach Sinnesfreuden (kama-tanha), nach einem Ideal-Selbst (bhava-tanha) und nach Nicht-Sein oder Verdrängung (vibhava-tanha). Ein heilsamer Weg entsteht, wenn wir dieses Festhalten achtsam wahrnehmen, mit Freundlichkeit betrachten und schrittweise lernen, loszulassen – wodurch Raum für Freiheit und Gelassenheit entsteht.

Anicca, Dukkha, Anatta – Drei Perspektiven für den Alltag 

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Die drei Daseinsmerkmale des Buddhismus – Anicca (Veränderlichkeit), Dukkha (Unzulänglichkeit) und Anatta (Nicht-Selbst) – beschreiben grundlegende Aspekte allen Erlebens. Sie zeigen, dass nichts bleibt, wie es ist, dass wir uns immer an irgendwas reiben, und dass Kontrolle und ein unveränderlicher Kern Hilfskonstrukte unseres Geistes sind. Im Alltag können wir diese Perspektiven anwenden und herausfinden, wo die Reibung mit dem Erleben entsteht. So lernen wir Ressourcen und Fähigkeiten zu kultivieren, die uns im Umgang mit diesen drei Dynamiken hilfreich sein können.

Wach auf!

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„Erwachen“ und “Erleuchtung” hat nichts mit einer alternativen Realität zu tun und setzt auch nicht voraus, dass wir der Welt den Rücken kehren oder jemand anders werden. Erwachen ist das Aufwachen aus unseren festgefahrenen Mustern und Haltungen. Das tiefe Wissen und die Freiheit, die entstehen, wenn wir erkennen “Ich muss jetzt nicht so reagieren wie immer”.
Im frühen Buddhismus bedeutet Bodhi, „die Dinge klar zu sehen“ – die Muster, die Leiden verursachen, und die Wege, die herausführen. Kein fernes, mystisches Ziel, sondern ein fortwährender Prozess.

Der Kern der Lehre des Buddhas – Vier Aufgaben für ein ethisch achtsames Leben

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Im Mittelpunkt der buddhistischen Lehre steht eine tiefgreifende Frage: Wie können wir in stürmischen Zeiten ein Leben führen, das von Friedlichkeit, Mitgefühl und Verantwortung geprägt ist? Die Vier Edlen Wahrheiten laden uns ein, reaktive Muster zu erkennen und einen achtsameren Weg zu üben. Diese Aufgaben sind keine starren Glaubenssätze, sondern Handlungsaufforderungen, die unser Leben verändern können. Entdecke, wie du durch bewusstes Handeln und ethisches Training zu mehr Klarheit und Selbstwirksamkeit gelangst – für dich selbst und die Gesellschaft. Tauche ein in die transformative Kraft der Lehre des Buddhas!

Wer war der Buddha?

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Die Figur des Buddhas begegnet uns oft – vom Buchcover bis zur Deko-Figur mit dem freundlichen Lächeln. Doch wer war er wirklich? Siddhartha Gautama, der vor zweieinhalbtausend Jahren im nordindischen Raum lebte, suchte nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Seine Reise führte ihn von einem Leben voller sinnlicher Genüsse zu tiefen Einsichten über Unzufriedenheit und menschliche Natur. Doch Buddha war kein makelloses Vorbild; er war ein Mensch, der Fehler machte und Zweifel hatte. Entdecken Sie, wie seine Lehren auch heute noch relevant sind und uns zu einem achtsamen, ethischen Leben inspirieren können.