Besinnlichkeit und Rückbesinnung

Rückbesinnung

Besinnlichkeit und Staunen sind wie zwei Türen, durch die wir im Alltag Feierlichkeit erleben und mit unserer Fähigkeit uns zu wundern (wieder) in Kontakt kommen. Beide erinnern daran, dass dieses Leben mehr ist als Aufgabenlisten, Rollen und Funktionieren – und dass Herz und Geist einen Raum brauchen, in dem sie berührbar werden dürfen. Besinnlichkeit meint […]

Gutes Karma? Schlechtes Karma? Kein Karma!

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Einleitung Karma wird oft als kosmisches Punkte- oder Bestrafungssystem missverstanden, doch als pragmatischer Leitfaden beschreibt es vor allem die ethische Wirkung absichtsvoller Handlungen im Hier und Jetzt. Statt Schicksal oder Dogma steht ein Weg im Vordergrund, der Verantwortung, Achtsamkeit und Mitgefühl kultiviert und so innere Freiheit fördert. Traditionelles Verständnis Sätze wie „Du bist krank, das […]

Wenn Traurigkeit im Herzen wohnt

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Trauer und Anhaften werden oft verwechselt. Trauer ist eine natürliche und heilsame Antwort des Herzens auf Verlust und Veränderung. Sie erinnert uns an die Vergänglichkeit allen Lebens (anicca) und zeigt zugleich unsere Verbundenheit und Liebesfähigkeit. Oft mischt sich in die Trauer Wut, Angst, Sinnverlust oder Identitätskrisen hinein, die mit Hilfe von Achtsamkeit erkannt und gelöst werden können. Mitgefühl und achtsames Gewahrsein helfen, die Trauer zu wandeln.

Wie Achtsamkeit hilft, intensiven Gefühlen zu begegnen 

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Achtsamkeit und Meditation unterstützen uns darin, intensive Emotionen achtsam wahrzunehmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Das Window of Tolerance zeigt, dass wir in einem regulierten Bereich des Nervensystems handlungsfähig sind, während wir in Über- oder Untererregung leicht die Kontrolle verlieren. Buddhistische Texte wie das Satipatthāna-Sutta erinnern daran, Gefühle als vorübergehende Phänomene zu sehen, und traumasensible Ansätze lehren, die Praxis sanft und ressourcenorientiert zu gestalten. So entsteht Raum zwischen Impuls und Handlung – ein Raum, in dem wir mit Klarheit und Mitgefühl bewusst wählen können.

Meditation – Mehr als Sitzen und Atmen 

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Oft wird Meditation als Allheilmittel präsentiert, das erst Entspannung und dann Erleuchtung garantiert. Tatsächlich ist Meditation jedoch eine Begnung mit den Dynamiken und Mustern von Körper, Herz und Geist, die durchaus fordernd, vielschichtig und vielseitig ist.  

Damit Meditation sicher und hilfreich sein kann, ist es notwendig, sie zu hinterfragen. Daher an dieser Stelle einige Impulse zu den häufigsten Mythen und Missverständnissen, die rund um das Thema kursieren.

Tanha – Anhaften und Festhalten

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Tanha beschreibt im Buddhismus das Verlangen, Festhalten oder Anhaften, das als wesentliche Ursache für Leiden (dukkha) gilt. Es zeigt sich im Alltag als innere Unruhe, wenn wir meinen, unser Glück hänge vom Erreichen bestimmter Wünsche oder vom Vermeiden unangenehmer Erfahrungen ab. Der Buddha unterscheidet drei Formen: das Verlangen nach Sinnesfreuden (kama-tanha), nach einem Ideal-Selbst (bhava-tanha) und nach Nicht-Sein oder Verdrängung (vibhava-tanha). Ein heilsamer Weg entsteht, wenn wir dieses Festhalten achtsam wahrnehmen, mit Freundlichkeit betrachten und schrittweise lernen, loszulassen – wodurch Raum für Freiheit und Gelassenheit entsteht.

Ethik als Quelle für Freude und Zufriedenheit

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Viele Menschen verbinden Zufriedenheit mit äußeren Dingen – einem ruhigen Wochenende, gutem Schlaf oder einem vollen Kühlschrank. Der Buddha sprach jedoch von einer anderen Art Zufriedenheit, die weniger abhängig ist von Umständen und mehr davon, wie wir leben. Für ihn war Ethik kein starrer Katalog aus Geboten und Verboten, sondern eine Haltung, die sich im Alltag zeigt: ehrlich handeln, niemandem bewusst schaden, und seinen Lebensunterhalt so verdienen, dass er nicht auf Kosten anderer geht. Es ist ein Prozess mit Rückschlägen und kleinen Fortschritten – manchmal unbequem, aber oft verbunden mit einer inneren Ruhe, Klarheit und einem Selbstrespekt, die die Basis für eine tiefgreifende Freude sein können.